Johannes Groß


Senior Associate
Frankfurt

Johannes Groß berät nationale und internationale Mandant*innen bei der Ausgestaltung ihrer Digitalisierungs-, Infrastruktur- und Energieprojekte.

Er unterstützt seine Mandant*innen in Transaktionen, Vertragsverhandlungen, Streitigkeiten und regulatorischen Fragstellungen.

Johannes Groß steht seinen Mandant*innen mit seiner Erfahrung im Bereich der Industrie 4.0 und des Internet of Things bei der Transformation von Unternehmen zur Seite. Aufgrund seines Secondments bei einem weltweit führenden Unternehmen für Hardware, Software und Dienstleistungen im IT-Bereich, kann er seine Mandant*innen praxisorientiert beraten. Weiterhin berät Johannes Groß zu Datencentern und unterstützt bei Transaktionen sowie Verhandlungen von Bau- und Betriebsverträgen.

Sie sind Senior Associate in einem unserer Infrastructure, Energy, Resources and Projects (IERP) Teams. Was macht diesen Rechtsbereich für Sie so besonders?

Johannes Groß: Das IERP Team ist für mich deshalb so besonders, weil wir eine internationale Atmosphäre mit kollegialem Umgang und Teamspirit verbinden. Wir haben Anwält*innen aus vielen verschiedenen Jurisdiktionen bei uns und sind sehr divers aufgestellt, wodurch sich Englisch als Teamsprache anbietet.
 
Darüber hinaus zeichnet den Bereich IERP die Internationalität unserer Projekte und Mandant*innen aus. Ich habe zum Beispiel schon an Projekten mit Bezug zu Canada, Kuwait und Mexiko sowie zu unseren anderen europäischen Nachbarn mitgearbeitet.
 
Unsere Mandant*innen erwarten von uns immer (wirtschaftlich) praktische Lösungen. Unser Team zeichnet deshalb auch ein besonders unternehmensorientiertes Denken aus.
 
Unser Rechtsbereich ist außerdem extrem vielfältig: Wir betreuen den kompletten "Lebenszyklus" von Projekten. Das bedeutet, dass ich sowohl beim Aufsetzen von Projektverträgen beteiligt bin, als auch im Falle von Projekt-Streitigkeiten unsere Mandant*innen vor staatlichen Gerichten oder Schiedsgerichten vertrete. Selbst beim Verkauf von (Teil-)Projekten sind wir häufig involviert, indem wir infrastruktur- und energiebezogene Transaktionen durchführen und beispielsweise Due Diligence Berichte erstellen. Solch eine Vielfalt bietet wohl keine andere Praxisgruppe. Zudem ist die Tätigkeit im Bereich der erneuerbaren Energien selbstverständlich etwas, was man auch mit gutem Gewissen gerne unterstützt.

Welche Schwerpunkte kennzeichnen den Bereich IERP?

Johannes Groß: IERP ist eine Industriegruppe, die sich vor allem mit der Realisierung von Energie- und Infrastrukturprojekten in jedweder Manier beschäftigt. Wir beraten dabei sowohl die Finanzierung, als auch bei der Vertragsgestaltung der Projektverträge und der späteren Realisierung der Projekte durch unsere Mandant*innen. Darüber hinaus stehen wir unseren Mandant*innen auch beim Verkauf der entwickelten Projekte sowie bei projektbezogenen Streitigkeiten zur Seite.
 
Wir beschäftigen uns als IERP Team thematisch vor allem mit Projekten im Bereich "Erneuerbare Energien", d.h. beispielsweise On- und Offshore-Windparks, sowie mit allen Themen rund um die digitale Infrastruktur, wie Datencentern, dem Glasfaser- oder 5G-Ausbau oder erst kürzlich einer Bitcoin Mining Facility.

Was war Ihr spannendster oder skurrilster Fall?

Johannes Groß: Wir haben in einem Fall eine Mandantin betreut, deren Tunnelbohrmaschine mehrere Jahre in einem Berg stecken geblieben war. Die Parteien haben sich dabei insbesondere darüber gestritten, wer die Maschine aus dem einsturzgefährdeten Tunnel herausholen sollte. Besonders die Ortstermine waren hier sehr spannend.

Wie abwechslungsreich ist Ihr Bereich und wo sind die Schnittstellen mit anderen Rechtsbereichen?

Johannes Groß: Wir schreiben Teamwork groß: Das fängt bereits beim kurzen Austausch auf dem Flur an. Für unsere internationalen und sehr vielfältigen Projekte ist zudem ein nahezu täglicher Austausch mit unseren Kolleg*innen in Spezialgebieten und vor Ort erforderlich. Insbesondere halte ich eine Standleitung zu meinen Kolleg*innen aus dem Öffentlichen Recht in Düsseldorf. Wir haben aber auch viele Schnittstellen zu den Kolleg*innen aus den Bereichen Tax, IP, Real Estate und Arbeitsrecht.

Letztes Jahr habe ich ein Projekt betreut, in dem wir zur Beantwortung verschiedener Rechtsfragen mit Anwält*innen aus zehn verschiedenen Jurisdiktionen zusammengearbeitet haben. Hierbei hat mir auch besonders geholfen, dass ich nicht nur fließend Englisch, sondern auch Französisch spreche und daher beispielsweise die Kolleg*innen in Frankreich oder Tunesien in ihrer Muttersprache kontaktieren konnte.

Womit kann ein Trainee Sie überzeugen und sind Vorkenntnisse notwendig?

Johannes Groß: Wir legen in unserem Team sehr viel Wert auf eine gute (Arbeits-)Atmosphäre. Ein*e neue*r Kolleg*in sollte daher vor allem gut in das Team passen. Sehr gute Englisch-Kenntnisse sind von Vorteil sowie das Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen. Vorkenntnisse sind – abgesehen von dem ohnehin erforderlichen juristischen Grundverständnis – nicht notwendig. Das notwendige Spezialwissen lernen unsere Trainees "on the job". 

Was glauben Sie, wie könnte Ihre Arbeit in 15 Jahren aussehen?

Johannes Groß: Auch in 15 Jahren wird es Bedarf nach Rechtsberatung geben. Die Komplexität der gestellten Rechtsfragen nimmt sicherlich weiter zu und erfordert auch dann noch hochspezialisierte sowie teamfähige Anwält*innen. Allerdings wird sich auch das Anforderungsprofil deutlich erweitern: So werden Fremdsprachenkenntnisse und Technik-Affinität sowie Teamkompetenz zu den gefragtesten Skills gehören. Außerdem wird die Zahl der Legal Tech Anwendungen im Rechtsmarkt steigen – eine Herausforderung, die mit dem richtigen "Mind- und Skillset" aber gut zu meistern ist.


Vielen Dank für das Interview und diesen spannenden Einblick!

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